Chronik der Feuerwehr Schönewörde 1890 - 1933

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Die Freiwillige Feuerwehr wurde am 7. August 1927 gegründet. Der Feuerschutz war aber schon einige Jahrzehnte vorher ein besonderes Anliegen vieler Einwohner des Ortes.

Hier ein Auszug aus dem Gemeindeprotokoll:

Geschehen zu Schönewörde, den 16. Sept. 1890

In der heutigen Gemeindeversammlung wurde bezüglich Anschaffung einer Spritze für die hiesige Gemeinde beschlossen, daß die erste Abschlagzahlung von 650.- Mark aus der Sparkasse zu Wittingen angeliehen werden soll. Der noch fehlende Betrag soll durch Gemeindebeitrag beglichen werden. (In der Versammlung nicht anwesende sollen durch den Gemeindediener befragt werden, ob sie Einwendungen gegen diesen Beschluss zu machen haben.)

Schmidt, Gemeindevorsteher

Geschehen zu Schönewörde, den 11. Dez. 1890

In der heutigen Gemeindeversammlung, welche unter der Angabe des Zweckes am 10. d.M. bekannt gemacht worden, waren fast sämtliche Gemeindemitglieder anwesend. Beschlossen wurde mit den Stimmen der übrigen Anwesenden gegen die des Abbauern Georg Gries. Die zur Anschaffung der Gemeindespritze erfolgte Anleihe von 650. Mark soll, sofern nicht unerwartet eintretende Hindernisse eine änderung dieses Beschlusses notwendig machen, in zwei gleichen Raten, die erste Michaelis 1892, die zweite Rate Michaelis 1893 abgetragen werden. Im Jahre 1891 ist die Abzahlung nicht abgängig, da die Anlage eines Schläuche Trockenplatzes notwendig ist.

Auf den Bericht des königl. Landratsamtes Isenhagen vom 28.11.1890 wird seitens der Versammlung erwidert und einstimmig beschlossen, daß die Dauer des Dienstes als Bedienungsmannschaft nach einem stattgehabten Brande, für die betreffenden Personen abgelaufen ist. Ausgenommen sind hiervon die Spritzenmeister und die Rohrführer, deren Dienst 3 Jahre dauert. Es ist um Genehmigung dieser Beschlüsse nachzusuchen. Die Anzahl der Schilder für die Bedienungsmannschaften ist auf 24 zu ergänzen. Die Anzahl der Bedienungsmannschaften beträgt demnach 24 Pers.

Schmidt, Gemeindevorsteher

 

22.4.1893 Beschluss der Gemeindeversammlung: Zum Löschen muß die Hälfte der Mannschaften antreten. Im Falle es große 'Noth thut', das ganze Dorf.

4.4.1894 Auszug 3 aus dem Gemeindeprotokoll: Die Hand und Spanndienste, abgesehen von Not und Löschdiensten, sollen wie bisher auf Grund des Beschlusses vom heutigen Tage an, den Mindestfordernden vergeben und aus der Gemeindekasse bezahlt werden. Bei Notdiensten bleibt die persönliche Verpflichtung der Gemeindemitglieder bestehen. Handdienste werden unentgeldlich verrichtet, Spanndienste nach ortsüblichen Preisen bezahlt.

1.10.1896 Als Feuergeschworene wurden auf drei Jahre gewählt:
Anbauer Heinrich Schäfer
Anbauer Heinrich Berlinecke

20.6.1896

Die reparaturbedürftige Brücke an der Riet beim Spritzenhaus soll durch 5 Ringe ersetzt werden.

22.12.1897

Bei Neuwahl zum Spritzenmeister wurden gewählt:
1. Schmiedemeister H. Meyer
2. Häusling G.Stein
3. Stellmacher H. Dierks
mit den Bemerken, den Dienst als Spritzenmeister auf drei Jahre zu verwalten. Wer nach abgelaufener Zeit von drei Jahren, den Dienst nicht mehr behalten will, hat diesen zu kündigen oder drei weitere Jahre anzunehmen.

24.6.1901

Zum Spritzenmeister ist auf drei Jahre gewählt der Schmiedemeister Ernst Bödeker

28.4.1912

Nachmittags beginnend, um 2 Uhr, gingen die Höfe Gades Nr. 51, Ghr. Stein Nr. 58 und Vollhöfner Henneicke Nr. 3 in Flammen auf. Abbauer Gades und Anbauer G. Flohr erlitten bei der Rettung von Vieh schwere Brandwunden. Sie kamen ins Krankenhaus.

10.11.1919

Protokollauszug: Bei etwaigem Feueralarm, beim Ausrücken der Spritze wird durch Signalhorn bekannt gemacht. Das Blasen der Signale ist dem bisherigen Gemeindevorsteher 1/4 Höfner Kahle Nr. 15 übertragen.

4.2.1926

Der Antrag des Stellmachermeisters König zwecks Ablösung als Spritzenmeister wurde genehmigt. Neu gewählt wird der Schmiedemeister Meyer und als Stellvertreter Abbauer H. Flohr Nr. 36.

11.9.1926

Gemeindebeschluss: den Spritzenmeister zu ermächtigen , die erforderlich gewordenen Schläuche zur Spritze auf Kosten der Gemeinde zu bestellen.

26.3.1927

Auf die vom Kreisausschuss in Isenhagen gegebene Anregung betreffs Gründung einer Feuerwehr-Gespann-Versicherung wurde einstimmig beschlossen, der Versicherung beizutreten.

07.08.1927

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Schönewörde

13.8.1927

Gemeindeprotokoll, Beschluss: Zur Bildung einer Freiw. Feuerwehr wurde dieser eine Beihilfe zur Anschaffung der Uniform und Löschgeräte von 500,-- RM und ein zinsloses Darlehn in der selben Höhe von 500,-- RM aus der Gemeindekasse bewilligt, unter der Voraussetzung, dass die Bildung der Wehr zustande kommt. Die Gemeindespritze wird ebenfalls vorläufig zur Verfügung gestellt. Ein diesbezüglicher Vertrag mit der Feuerwehr soll abgeschlossen werden.

15.11.1927

Der Antrag der Freiwilligen Feuerwehr auf Bewilligung eines Darlehns wurde vorläufig zurückgestellt, bis die Bestätigung der Wehr durch den Landrat erfolgt ist.

28.1.1928

Es wurde einstimmig beschlossen: Auf Antrag der Freiw. Feuerwehr, dieser ein Darlehen in Höhe von 500.-RM zu bewilli­ gen.

29.4.1928

Die Anschaffung von 200 m Druckschlauch. Offerten über Schlauchmaterial sollen durch die Wehr im Einverständnis mit den Gemeindevertretern durch H. König und dem Gemeindevorsteher eingeholt werden. Das Spritzenhaus soll nach dem Vorschlag des Kreisbrandmeisters instandgesetzt werden. Ebenfalls soll das alte Inventar, welches im Spritzenhaus gelagert ist ,verkauft werden

20.1.1930

Zum Antrag der Freiwilligen Feuerwehr betreffs Anschaffung einer Motorspritze wurde nach eingehender Besprechung der Angelegenheit mit den Kommandoführern der Wehr beschlossen: Zu den Anschaffungskosten der Motorspritze. nach den in der Versammlung erläuterten Bedingungen, 30% der Anschaffungskosten durch das von der Landschaftlichen Brandkasse gestellte Darlehen zu übernehmen, unter der Voraussetzung, daß die anderen 70% der Anschaffungskosten sichergestellt sind. Die Beihilfen hierfür hat die Freiw.Feuerwehr zu beantragen. Es sollen 100 m Druckschläuche angeschafft werden.

19.3.1931

Der Feuerwehr wurde auf Antrag für das Anstreichen der Spritze eine Beihilfe von 20.- RM bewilligt!

16.3.1932

Gemeindebeschluß: Eine neue Motorspritze (Magirus) nach vorliegenden Bedingungen und Finanzierungsplan anzuschaffen und zu diesem Zweck das von der Landschaftlichen Brandkasse bewilligte Darlehen aufzunehmen.

28.10.1933

Auf Verfügung der Herrn Landrat vom 2.10.33 bezüglich des Feuerlöschwesens wurde einstimmig beschlossen, dem vorliegenden Gebührentarif zuzustimmen und Feuerlöschhilfe mit der Motorspritze in den in Frage kommenden Gemeinden zu leisten.

 

Diese letzten Aufzeichnungen (seit dem 13.8.1927) sind dem alten Gemeindeprotokoll entnommen.

 

 


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