Gifhorner Rundschau 22.07.1995

zurück Presse

Gifhorner Rundschau

Ausgabe: GR  Datum: 22.07.1995

Schon 1890 gab es eine Löschspritze:

40 Kameraden rücken jedem Feuer zu Leibe

SCHÖNEWÖRDE

Schönewörde. Gegründet wurde die Schönewörder Wehr zwar 1927, aber das Feuerlöschwesen des Ortes geht bis ins vergangene Jahrhundert zurück: Bereits am 11. Dezember 1890 wurde in der Gemeindeversammlung der Kauf einer Feuerspritze beschlossen.

Am 7 .. August 1927 dann gründete sich die Freiwillige Feuerwehr Schönewörde, die Ausrüstung und Handdruckspritze der Pflichtfeuerwehr übernahm. 1993 kam eine, Magirus-Motorspritze hinzudas war das erste Gerät dieser Art im Gebiet der heutigen Samtgemeinde Wesendorf. Im September 1953 wurde eine Ziegler Tragkraftspritze 8/8 in Dienst gestellt. Diese Pumpe steht noch heute in Schönewörde und ist wie ehedem voll einsatzbereit.

Im Januar 1959 weihten die Schönewörder ihr neues Gerätehaus ein. 1962 erhielt die Feuerwehr ihr erstes Fahrzeug, ein VW Tragkraftsprit- zen-Fahrzeug (TSF) T. Im Februar 1969 wurde dieses durch ein Ford-TSF ersetzt. 1976 nahm eine neue Ziegler TS 8/8 ihren Betrieb auf. Ein Jahr später weihten die Wehrleute ihren in Eigenleistung erstellten Schulungsraum im Gerätehaus ein.

Das 50jährige Jubiläum der Feuerwehr begingen. die Kameraden 1977 mit einem großen Fest sowie den Gemeinde- und Kreiswettkämpfen im Ort. Ein neues TSF wurde am 1981 von der Samtgemeinde übergeben. Es ist mit schweren Atemschutzgeräten und einer Schwer- und Mittelschaumausrüstung ausgestattet.

1983 stellten die Schönewörder Kameraden einen VW-Doppelkabiner in ihre Dienste. Übernommen von einem Unternehmen, wurde der Wagen von Wehrrnitgliedem für Feuerwehrzwecke umgerüstet, 1984 durch ein Funkgerät ergänzt. Den Tragkraftspritzen-Anhänger wandelten die Wehrleute zu einem mobilen Transportmittel für Hilfeleistungen um. Ausgerüstet ist der. Anhänger heute mit Stromerzeuger, Scheinwerfern, Tauchpumpe, Brennschneidgerät, Motorsäge, Greifzug und anderem Hilfsgerät. Außerdem steht der Wehr eine 20 Meter lange Ölsperre zur Verfügung.

20 Meter Ölsperre

Der VW-Doppelkabiner wurde in diesem Jahr durch einen VW-LT 31-Doppelkabiner ersetzt. Auf der Ladefläche ist eine Trommel für 240 Meter B-Schlauch montiert. Die Alarrnierung der freiwilligen Helfer in Schönewörde erfolgt heute über zwei funkgesteuerte Sirenen, oder über zehn Meldeempfänger von der Feuerwehreinsatzleitstelle in Gifhom aus.

Zur Zeit hat die Wehr 40 aktive Mitglieder. Zehn Jungen und Mädchen nehmen an der Ausbildung der Jugendfeuerwehr Wahrenholz teil − damit ist in Schönewörde auch der Nachwuchs gesichert .

Ortsbrandmeister Rolt Feldmann

Ortsbrandmeister Rolt Feldmann Foto: Behrens


© www.gifhorner-rundschau.de, 22.07.1995

zurück Presse


© Freiwillige Feuerwehr Schönewörde